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Ratsfraktion DIE LINKE

Seniorentreff Carnaper Platz - Schon wieder ist Abriss die einzige Alternative?

Picasa / Andreas Fischer Wuppertal
Claudia Radtke, Stadtverordnete DIE LINKE und Bezirksvertreterin in der Bezirksvertretung Barmen
Claudia Radtke, Stadtverordnete DIE LINKE und Bezirksvertreterin in der Bezirksvertretung Barmen

„Seit Jahren setzten wir uns für den Erhalt des Gebäudes ein“, erklärt die Stadtverordnete und BV-Vertreterin der LINKEN Claudia Radtke, „der Treffpunkt hat für die Menschen in diesem Quartier eine große Bedeutung, weil er Menschen zusammenführt und sie untereinander verbindet“, bemerkt sie weiter. Die gute Anbindung an den ÖPNV und der barrierearme Zugang stellt gerade für ältere Menschen ein wichtiges Kriterium zur Nutzung dar.

Da das Gebäude jetzt mit der Pandemie als Treffpunkt nicht mehr genutzt werden konnte, wurde es auch im Winter nicht beheizt. „Das das zu einem Rohrbruch führte, ist nicht verwunderlich“, erklärt Radtke weiter. Jetzt soll der Schaden so groß sein, dass eine Renovierung nicht mehr in Betracht kommt.

„Wenn der WSW ganz in der Nähe sein neues Verwaltungsgebäude errichtet, dann stört natürlich das alte Gebäude“, vermutet Radtke.

Der Treffpunkt Carnaper Platz ist vor allem für die Quartiersarbeit im Bereich Rott und Sedansberg von großer Bedeutung. Das kleine unscheinbare Gebäude an der Bromberger Straße ist in „Nicht-Corona-Zeiten“ ein gegehrter verkehrsgünstig gelegener Treffpunkt für ältere Menschen und verschiedenster Gruppierungen insbesondere aus den Quartieren Rott und Sedansberg.

Die Nutzer*innen der Begegnungsstätte sind u. a. die Gruppe „ZIEL/russischsprachige Spätmigranten“, die mit Unterstützung deutschere Seniorinnen und Senioren in Wuppertal heimisch werden, verschiedene ZWAR-Gruppen, das Projekt „Bürgerfrühstück“, zeitlich begrenzte Projektgruppen z. B. ZWAR-Multiplikatoren-Treffen bei Neugründungen, sowie private Nutzerinnen und Nutzer.

Vor Corona haben sich regelmäßig ca. 60 bis 70 Menschen dort getroffen, um gemeinsam ihren Interessen nachzugehen. Dieser Ort war sowohl für die Gruppe „Zwar“ (Zwischen Arbeit und Ruhestand) ein Kommunikations-Treffpunkt, als auch für die Percussion-Gruppe ein Trainingsraum.