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Gerd-Peter Zielezinski, Fraktionsvorsitzender Linkes Bündnis Wuppertal

Lärmschutz Was ist die kostengünstigere Lösung?

Fraktion Linkes Bündnis Wuppertal

Im Rahmen des Lärmaktionsplans hat die Ratsmehrheit die Einrichtung von Tempo 30-Zonen zur Lärmreduzierung abgelehnt. Stattdessen fordert sie sogenannten Flüsterasphalt für die vielbefahrenen Straßen.

Gerd-Peter Zielezinski, Vorsitzender der Fraktion Linkes Bündnis Wuppertal: „Was lassen sich die Vertreter*innen der GroKo+ nicht alles einfallen, nur damit der motorisierte Verkehr seine Vorrangstellung in Wuppertal nicht verliert! Da ignoriert man auch schon mal komplexe Zusammenhänge und bietet vermeintlich einfache Lösungen an.“

Seitens Straßen NRW wird der Einsatz von offenporigem Asphalt (Flüsterasphalt) auf Straßen mit innerörtlichem Charakter generell nicht empfohlen. Unter anderem auch, weil Asphaltdeckschichten aus offenporigem Asphalt im kommunalen Bereich erhöhter mechanischer Beanspruchung ausgesetzt sind, die zu einer deutlichen Verkürzung der Lebensdauer führen.
 

„Unsere Fraktion möchte also wissen, wie hoch die Kosten für Einbau und Erhalt bei offenporigem Belag werden. Und dazu die Kosten im Vergleich für die Einrichtung von Tempo-30 Zonen auf vergleichbarer Strecke“, erläutert Zielezinski die Ratsanfrage der Fraktion. „Wir gehen davon aus, dass auf lange Sicht die Einrichtung von Tempo-30-Zonen nachhaltiger wirkt. Bei offenporigem Asphalt, muss die Fahrbahndecke alle sechs bis acht Jahren erneuert werden. In manchen Fällen auch schon früher, da sich die Poren mit Schmutz zusetzen und dadurch den Schall nicht mehr schlucken können. Aber auch unabhängig von den Kosten ist das Beharren auf dem motorisierten Individualverkehr klimapolitisch eine Bankrotterklärung der GroKo+“

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