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„Mehr Klarheit und Sicherheit nötig – KI-Einsatz muss verantwortungsvoll geprüft werden“

Dr. Janina Beutler

Zum Beschluss über KI-Überwachung in der Schwimmoper: Die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Wuppertal äußerst erheblich Bedenken bezüglich der Einführung eines KI-Überwachungssystems in der Schwimmoper. Diese hat der Rat am 07.05.2026 auf Antrag von SPD und CDU beschlossen.

Die Kosten für die Einführung sind laut Antrag mit 200.000 € veranschlagt. Berichten im Sportausschuss zufolge wurde das israelische Unternehmen Lynxight ins Auge gefasst.

DIE LINKE hätte das Geld lieber in bewährte, präventive Maßnahmen investiert gesehen, etwa kostenlose Schwimmkurse, ein sozial gestaffeltes Eintrittssystem sowie eine barrierefreie Ausstattung. „Diese Maßnahmen hätten wir mit den 200.000 € sofort umsetzen können – mit klarem Nutzen für die Menschen in Wuppertal“, so Dr. Janina Beutler, Stadtverordnete im Ausschuss für Verbraucherschutz und Gesundheit.
„Die Schwimmoper ist ein Ort, an dem Menschen sicher sein sollen“, fährt Beutler fort. Die jetzt beschlossene Einführung von KI werfe jedoch viele Fragen auf, die vor einer Umsetzung dringend geklärt werden müssen. So werden im Antrag erwartbare laufende Ausgaben zu Updates und Wartung des Systems nicht benannt. Auch muss eine klare datenschutzrechtliche Prüfung vorgelegt werden, die auch die Eigentumsverhältnisse der eingekauften Technologie in den Blick nimmt. 

„Die Sicherheit der Menschen muss auch in Zukunft durch ausreichend geschultes Badepersonal gewährleistet werden. Dieses darf nicht durch KI ersetzt werden“, warnt Beutler. „Wenn die Technik Fehlalarme auslöst oder im schlimmsten Fall einen Notfall nicht erkennt, kann es gefährlich werden“.

Insgesamt ist die Technologie noch neu und unerprobt. Es gibt keine belastbaren Daten, ob der Einsatz von KI in Schwimmbädern tatsächlich einen langfristigen Mehrwert bringt. „Wir wollen keine Technologie um der Technologie willen, sondern Maßnahmen, die nachweislich zur Sicherheit beitragen“, schließt Dr. Beutler.
 

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