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Perspektivwechsel nötig: Umgang mit sogenannten Angsträumen

Linksfraktion

Die Verwaltung der Stadt Wuppertal hat den Angstraumbericht 2024-2026 veröffentlich. Die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Wuppertal fordert einen Perspektivwechsel beim Umgang mit sogenannten Angsträumen.

„Subjektives Sicherheitsempfinden und tatsächliche Sicherheit sind nicht dasselbe", erklärt Deborah Sobotta, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. „Die Ursachen dafür, dass Menschen sich im öffentlichen Raum unsicher fühlen, lassen sich nicht allein mit der Veränderung einzelner Orte beheben."

Der vorliegende Bericht zeigt zudem, dass unterschiedliche Problemlagen, von baulichen Mängeln über Unsicherheitsgefühle bis hin zu Nutzungskonflikten und sozialen Problemlagen unter dem Begriff „Angstraum" zusammengeführt werden. „Wir dürfen nicht den Ort zum Problem erklären, wenn dort vor allem gesellschaftliche und soziale Problemlagen sichtbar werden", so Sobotta.

Die Fraktion DIE LINKE plädiert deshalb dafür, das bestehende Konzept nicht einfach fortzuschreiben, sondern einen neuen Ansatz zu entwickeln. Im Mittelpunkt sollte dabei nicht allein die Frage stehen, wo Menschen Angst haben, sondern was öffentliche Räume brauchen, damit unterschiedliche Menschen sie sicher, gerne und gleichberechtigt nutzen können.

„Tatsächliche Sicherheit entsteht nicht allein durch bauliche Veränderungen oder vermehrte Kontrollen. Sie braucht auch Prävention, Gewaltschutz, soziale Infrastruktur, Hilfsangebote und den Abbau von Diskriminierung. Genau diesen umfassenderen Blick brauchen wir für Wuppertal", so Sobotta.

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