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Hilfe statt Verdrängung: Wuppertaler Modell für Suchtkranke ausbauen

Linksfraktion
Diana Ertel, Fraktionsvorsitzende

In den letzten Tagen wurde viel über das Café Cosa diskutiert. Statt einem konstruktiven Dialog standen allerdings vielfach Vorurteile im Mittelpunkt. Wir als Linke unterstützen deshalb die Schaffung von Suchthilfezentren. Diese dürfen nicht als Ersatz für das Café Cosa verstanden werden, sondern als notwendige Erweiterung des bestehenden Hilfesystems.

Wer über die Sicherheit am Wupperpark Ost spricht, muss die bestehenden Probleme genau benennen. Gewaltvorfälle finden vor allem innerhalb der Szene statt. Umso wichtiger ist es, pädagogische Schutz- und Betreuungskonzepte auszubauen. Menschen mit Suchterkrankungen werden sich auch weiterhin in der Innenstadt und rund um den Hauptbahnhof aufhalten. Konflikte werden sich weder dort, noch an anderen Orten, vermeiden lassen, solange den Betroffenen keine ausreichenden und passgenauen Hilfsangebote zur Verfügung stehen. Eine Verdrängung des Problems löst es nicht, sondern verschiebt es lediglich.

Wenn die Junge Union öffentlich erklärt, „wir wollen das Café Cosa hier nicht“, erinnert das eher an Trotzverhalten als an eine fachpolitische Debatte. Wer die Arbeit der Suchthilfe und die konkrete Situation am Wupperpark Ost nicht ausreichend kennt, sollte zunächst das Gespräch mit Fachleuten suchen, anstatt auf Grundlage von Vorurteilen Verdrängungspolitik zu fordern.

„Was die Stadt braucht, ist ein Wuppertaler Modell, das an die Bedürfnisse der Adressat*innen der Suchthilfe und örtlichen Voraussetzungen angepasst ist“, so Diana Ertel, Fraktionsvorsitzende der Linken. „Dazu gehört, bestehende Angebote zu sichern, weiterzuentwickeln und gleichzeitig neue Strukturen zu schaffen. Nur mit einem ganzheitlichen Ansatz können wir die Situation für die Betroffenen verbessern und gleichzeitig die Sicherheit und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum stärken.“

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