Die Linke fordert besseren Schutz obdachloser Menschen vor Kälte
Die unhaltbaren Bedingungen in den Wuppertaler Unterkünften für obdachlose Menschen haben über die Weihnachtstage dazu geführt, dass ein Mann in einem Parkhaus an den Folgen einer schweren Unterkühlung gestorben ist.
Sein Tod mahnt eindringlich und macht deutlich, dass die bestehende Wohnungs- und Obdachlosenhilfe den tatsächlichen Bedürfnissen der Betroffenen nicht gerecht wird.
Derzeit schlafen bis zu 100 Menschen in Wuppertal auf der Straße. Zwar gäbe es für jede Person ein Bett in städtischen Unterkünften, die dortigen Bedingungen sind jedoch kaum zumutbar. Häufig sind Zimmer doppelt belegt, Privatsphäre ist kaum vorhanden. Zudem kommt es immer wieder zu Gewalt, da verbindliche Gewaltschutzkonzepte fehlen. Sozialarbeiterische Unterstützung steht überwiegend nur werktags zur Verfügung. Viele obdachlose Menschen entscheiden sich aus diesen Gründen bewusst gegen eine Übernachtung in den bestehenden Einrichtungen. Diese Entscheidung ist insbesondere bei Frost lebensgefährlich.
Die Linke fordert flächendeckende, niedrigschwellige Angebote für den Tages- und Nachtaufenthalt sowie eine deutliche Aufstockung der sozialarbeiterischen Betreuung, um obdachlose Menschen verlässlich und individuell begleiten zu können. Dass Menschen in Wuppertal erfrieren, ist politisches Versagen.
Dazu erklärt die Fraktionsvorsitzende Diana Ertel:
„Aktuell sind rund 260 Menschen in den Notunterkünften der Stadt untergebracht. Gleichzeitig steigt die Zahl wohnungs- und obdachlosen Menschen weiter an, während die Hilfsangebote personell am Limit arbeiten. Dennoch bleibt die Wohnungs- und Obdachlosenhilfe im politischen Diskurs ein Randthema, oft geprägt von Stigmatisierung statt von Verantwortung.“ Ertel ergänzt:
„Die Stadt muss ihrer Fürsorgepflicht umfassend nachkommen und darf sich nicht mit dem bloßen Mindestmaß zufriedengeben. Wenn Schutz und Unterstützung nicht konsequent gewährleistet werden, kostet das Menschenleben.“

