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Brachflächen in Wuppertal endlich konsequent entwickeln

Linksfraktion
Dr. Deborah Wolf

Die Ratsfraktion Die Linke begrüßt, dass die Verwaltung mit dem im März 2026 vorgelegten „Handlungsprogramm Brachflächen“ die Entwicklung brachliegender Flächen in Wuppertal stärker in den Fokus rückt.

Nach Angaben der Stadt gibt es in Wuppertal weiterhin 99 Brachflächen mit einer Gesamtgröße von rund 132 Hektar – und damit etwa genauso viele wie bereits vor zehn Jahren. Bei den Flächen handelt es sich unter anderem um ehemalige Fabrikgelände, stillgelegte Verkehrsinfrastruktur wie Bahnhöfe oder brachliegende soziale Infrastruktur, etwa geschlossene Schulen oder Sporthallen.

Die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion, Dr. Janina Beutler, erklärt: „Brachflächen bedeuten versiegelte Flächen mitten in der Stadt. Im Anblick der Klimakatastrophe hat das fatale Folgen wie zum Beispiel Hitzetote und Überschwemmungen. Wo immer möglich, muss im Sinne des Bevölkerungsschutzes entsiegelt und neu begrünt werden, damit der Hitzeaktionsplan sozialgerecht umgesetzt werden kann. Bei Flächen, die sich hierfür nicht eignen, muss über soziale Wohnbauprojekte und dritte Orte nachgedacht werden.“

Dr. Deborah Wolf, Sprecherin für Stadtentwicklung und Bauen, betont den dringenden Handlungsbedarf: „Wuppertal braucht dringend Flächen für Wohnungsbau, aber auch für soziale Infrastruktur wie Schulen, Kitas oder Sporteinrichtungen. Viele der leerstehenden Gebäude haben zudem eine hohe stadtgeschichtliche und emotionale Bedeutung. Bürger*innen betrauern den Verfall ihrer Stadt.“

Die Verwaltung nennt in ihrem Handlungsprogramm verschiedene Instrumente zur Revitalisierung von Brachflächen, darunter die Nutzung von Vorkaufsrechten, Beratungsangebote sowie die Finanzierung durch Fördermittel. Die Linke fordert, diese Möglichkeiten künftig konsequent anzuwenden.

Darüber hinaus erneuert die Fraktion ihre Forderung nach einem Leerstandskataster. Auf dieser Basis muss auch geprüft werden, wie Eigentümer*innen stärker in die Pflicht genommen werden können. Nur mit mehr Transparenz und klaren Regeln kann verhindert werden, dass wertvolle Flächen über Jahre hinweg ungenutzt bleiben. „Wuppertal kann es sich weder sozial noch ökologisch leisten, dass zentrale Flächen dauerhaft brachliegen“, so Beutler und Wolf abschließend.
 

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