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Ratssitzung, 18. November 2013

TOP 11.6 Annahme einer Schenkung in Form der Bauleistung "Denkmalgerechte Restaurierung des Drei-Kaiser-Denkmals"

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren,

die ehrlichere Bezeichnung für dieses Denkmal ist Drei-Kaiser-Denkmal. Das Denkmal ist Ausdruck der Zeit, dass vermeintlich große Männer die Geschichte machen. Und es ist Ausdruck einer damals empfundenen Begeisterung über die Befreiung. Die Befreiung von der napoleonischen Diktatur mündete nicht in eine wirkliche politische Befreiung  - und für die Polen mündete sie in die Auslöschung der Nation. Mit diesem Denkmal wird nicht der deutschen oder in Sonderheit der  Soldaten aus dem Bergischen Land gedacht, die als Zwangsrekrutierte auf beiden Seiten starben. Daher wäre es angemessen und ehrlicher gewesen, das Denkmal wäre in seinem Zustand geblieben – mit allen Spuren seiner Denkmalsgeschichte.

Doch ist irgendjemand auf die Idee gekommen – und irgendjemand in der Stadtspitze hat dem ja wohl zugestimmt – das könne man dem untergegangenen preußischen Reich nicht antun und hat mit neuem Blattgold den preußischen Teil des Denkmals aufmöbeln lassen. Dies konnte von russischen, national gesonnenen Menschen nur als Affront verstanden werden. Und auch die LINKE könnte solcher dauerhaften Hervorhebung des Preußentums nicht zustimmen, denn  es war gewiss nicht sein Verdienst allein, dass Deutschland von Napoleons Herrschaft befreit wurde. So werden wir nicht gegen die Restaurierung im alten Stil stimmen, auch wenn sie von einem Konzern gesponsort wird.

Vielen Dank.

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Bernhard Sander

Telefon: 0202 49 59 767