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Ratsfraktion DIE LINKE

Wer beauftragte die Kampagne gegen Frau Binder?

Rainer Wiesen

2018 gab eine Journalistin der Wuppertaler Rundschau ihre Quelle über Vorgänge im Tanztheater der Öffentlichkeit preis. Sie sei durch den PR-Berater Ulrich Bieger manipuliert worden, erklärt sie ihr, für Journalist*innen unübliches Vorgehen.

Bieger hatte, wie er ein Jahr später der Presse mitteilte, belastend Informationen über die damalige Intendantin des Tanztheaters an die Medien gegeben. Er selbst erklärte in der "Lokalzeit Bergisches Land“ dass er die vertraulichen Interna im Auftrag einer kleinen Runde von Entscheidern aus dem Kulturbetrieb an die Presse weitergegeben habe. Darüber hinaus hatte Bieger gegenüber dem WDR erklärt, dass Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig und Kulturdezernent Matthias Nocke ihn beauftragt hätten, die fristlose Kündigung publizistisch vorzubereiten.

https://www.wuppertaler-rundschau.de/kultur/tanztheater-wuppertal-ob-mucke-will-rolle-von-pr-berater-untersuchen_aid-45267495  (200909)

DIE LINKE im Rat fragt nach:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

in Ergänzung unserer Kleinen Anfrage „Verwaltungsinterne Prüfung Aussage Ulrich Bieger in Sachen Kündigung Adolphe Binder“ vom 14. August 2020, bitten wir um die Beantwortung weiterer Fragen.

Ist die Prüfung mittlerweile abgeschlossen?

Wann wird der Prüfbericht der Öffentlichkeit vorgestellt?

Existiert eine Erklärung von Herrn Dr. Slawig und Herrn Nocke hinsichtlich der Behauptung Ulrich Biegers, er sei von beiden beauftragt worden die fristlose Kündigung der Intendantin des Wuppertaler Tanztheaters publizistisch vorzubereiten? Wenn ja, wie lautet die Erklärung?

Wenn diese Erklärung existiert, warum ist sie nicht für die Öffentlichkeit zugänglich?

Hatten Dr. Slawig und Herr Nocke Kenntnis davon, dass Herr Bieger mit Medienvertreter*innen Hintergrundgespräche führen wollte?

War erkennbar, dass in diesen Gesprächen auch vertrauliche Informationen preisgegeben werden sollten?

Wenn ja, wurde Herr Bieger von Dr. Slawig und Herrn Nocke, darauf aufmerksam gemacht, dass er damit gegen die Verschwiegenheit verstoßen würde?

Wenn ja, wurden Herrn Bieger diese Hintergrundgespräche untersagt?

Wenn Herr Bieger nicht beauftragt wurde, diese Gespräche zu führen, musste er aber den Eindruck haben, dass dies von den Beigeordneten gewünscht war.

Welche Motivation könnte er sonst haben, diese Gespräche zu führen? 

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Gerd-Peter Zielezinski

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