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Anfrage zur Jugendhilfeausschusssitzung, 24. November 2015

Personalabbau im Ressort 208, Kinder, Jugend und Familie

VO/1972/15

Sehr geehrte Frau Warnecke,

in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 20.10.  2015 wurde der Bericht zur geplanten Umsetzung des Personalabbaus im Rahmen der Haushaltskonsolidierung, VO/1771/15, vorgestellt. Aus diesem Bericht ergeben sich für uns folgende Fragen:

1. Im Referat Steuerung und Service sollen 0,4 VK abgebaut werden. Arbeitsabläufe sollen optimiert und der zentrale Service für die Bezirkssozialdienste reduziert werden.

1.1  Wie sollen Arbeitsabläufe konkret optimiert werden?

1.2  Ist der Beratungsbedarf in den Bezirkssozialdiensten gesunken, so dass der Service reduziert werden kann? Wenn ja, durch welche Entwicklungen?

1.3  Sind die Herausforderungen für das Referat trotz der Herausforderungen des §8a SGB VIII (Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung) und des BKiSchG sowie der zunehmenden Zahl von Inobhutnahmen unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge gesunken, dass eine Reduzierung des Personals vorgenommen werden kann? Wenn ja, durch welche Entwicklungen?

1.4  Wie hoch ist bisher die Fluktuationsrate im Bereich Steuerung und Service?

2. In der Erziehungsbeistandschaft sollen 1,5 VK abgebaut werden, die Arbeit soll zukünftig von freien Trägern der Jugendhilfe wahrgenommen werden.

2.1  Geht die Verwaltung davon aus, dass sich die Arbeit der Erziehungsbeistandschaft, wenn sie durch freie Träger der Jugendhilfe erbracht wird, generell durch eine höhere Qualität auszeichnet?

2.2  Wird die Erziehungsbeistandschaft durch freie Träger kostengünstiger erbracht?

2.3  Ist eine Teamarbeit mit gegenseitiger kollegialer Beratung und Reflexion bei einem verbleibenden Stellenanteil von 1,0 VK noch möglich?

2.4  Wie hoch ist bisher die Fluktuationsrate im Bereich Erziehungsbeistandschaft?

3. Im Projektmanagement und der Stadtteilarbeit sollen 1,5 von 2 VK abgebaut werden. Schwerpunkt der Arbeit ist insbesondere die Prävention zur Vermeidung von erzieherischen Hilfen und damit verbundenen höheren Kosten. Die Leitungen der Bezirkssozialdienste sollen nun diese Aufgaben zu einem großen Teil übernehmen, dies erscheine durch „leichte Aufgabenveränderungen“ möglich

3.1  Welche „leichten Aufgabenveränderungen“ der BSD-Leitungen sind konkret vorgesehen?

3.2  Reichen „leichte Aufgabenveränderungen“ angesichts der umfassenden Aufgaben einer BSD-Leitung aus, um ein Funktionieren der Bezirkssozialdienste weiterhin zu gewährleisten?

3.3  Ist aus Sicht der Verwaltung ein Zurückfahren präventiver Arbeit in den Quartieren angezeigt? Wenn ja, aufgrund welcher Entwicklungen?

3.4  Wie hoch ist bisher die Fluktuationsrate im Bereich Projektmanagement und Stadtteilarbeit?

4. Im Bereich Beratung und Prävention (208.3) sollen insgesamt zwei 0,5 VK abgebaut werden. Begründet wird dies mit einer jahrelangen Nichtbesetzung sowie einer möglichen Reduzierung der bisher angebotenen Dienstleistung. Die reduzierten Aufgaben sollen durch das verbleibende Familienbüro/Frühe Hilfen zusätzlich bewältigt werden.

4.1  Ist die Nichtbesetzung einer Stelle ein Indikator für einen nicht vorhandenen Bedarf?

4.2  Ist das verbleibende Familienbüro/Frühe Hilfen bisher nicht ausgelastet, so dass es die zusätzlichen Aufgaben bewältigen kann?

4.3  Ist aus Sicht der Verwaltung die angestrebte Reduzierung des Beratungsangebots in Einklang zu bringen mit den Aufgabenstellungen des BKiSchG?

4.4  Ist eine Reduzierung der Präventionsarbeit aus Sicht der Verwaltung angezeigt? Wenn ja, aufgrund welcher Entwicklungen?

4.5  Wie hoch ist bisher die Fluktuationsrate im Bereich 208.3?

 5. Im Bereich Elterngeld und Unterhalt/Unterhaltsbeistandschaft (208.4) soll 1 VK abgebaut werden. Dies soll durch „weitere Optimierung der Arbeitsabläufe sowie des generellen Herangehens in Zusammenarbeit mit dem Bereich Unterhaltsvorschuss (UVG) sowie mit dem Jobcenter“ kompensiert werden.

5.1  Wie wird die Umsetzung konkret ausgestaltet?

5.2  Wie hoch ist bisher die Fluktuationsrate im Bereich 208.4?

6. Im Bereich Unterhaltsvorschuss soll 1 VK (Expertentätigkeit und Klagebearbeitung) abgebaut werden. Die soll ebenfalls durch „Optimierung der Arbeitsabläufe“ und durch die geplante „Einrichtung von Teamleitungen in den Geschäftsteams des FB 208.4“ kompensiert werden.

6.1  Rechnet die Stadt Wuppertal mit einer Reduzierung von Klagen? Wenn ja, aufgrund welcher Entwicklungen?

6.2  Benötigt die Verwaltung weniger Expertentum?

6.3  Wie wird sich die zusätzliche Aufgabenbelastung und Arbeitsverdichtung, auch angesichts der in 208.4 ebenfalls geplanten Stellenkürzung um eine VK, nach Auffassung der Verwaltung auf die Qualität der Arbeit auswirken?

7. Im Pflegekinderdienst (208.5) sollen 0,5 VK abgebaut werden. Dies soll kostenneutral „durch Verlagerung und Optimierung der Zusammenarbeit mit einem freien Träger der Jugendhilfe“ erfolgen.

7.1  Welche Aufgaben sollen konkret zu einem freien Träger verlagert werden?

7.2  Wie hoch ist bisher die Fluktuationsrate im Bereich 208.5?

8. Im Bereich Service und IT-Projektmanagement (208.7) soll 1 VK von 1 VK abgebaut werden. Damit würde der gesamte Bereich aufgelöst werden.

8.1  Warum rechnet die Verwaltung angesichts rasanter Entwicklungen im IT Bereich damit, dass in den nächsten Jahren keine größeren Systemumstellungen bzw. Projekte bei den bezeichneten großen Fachverfahren zu erwarten sind?

8.2  Ist das Personal, welches mit diesen Verfahren arbeitet, in der Anwendung so sicher und gut geschult, dass keine technische Unterstützung mehr nötig ist?

8.3  Laufen die Systeme so fehlerfrei, dass keine Wartungsarbeiten mehr durchgeführt werden müssen?

9. Wir bitten um eine Aufstellung des Krankenstandes/Fehlzeiten aufgegliedert nach Bereichen des Ressorts 208.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dirk Krüger

Mitglied im Jugendhilfeausschuss

Hier die Antwort der Verwaltung

 

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