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Anfrage zur Sitzung des Ausschusses für Soziales, Familie und Gesundheit, 31. August 2017

Anfrage Obdachlosigkeit in Wuppertal

VO/0611/17

Sehr geehrter Herr Wessel,

aus den umfangreichen Antworten auf unsere Anfrage VO/0077/16 – für die wir uns an dieser Stelle nochmals bedanken - ging hervor, dass sich die Anzahl der obdach- und wohnungslosen Menschen in Wuppertal in den Jahren 2011 – 2014 kontinuierlich erhöht hat. Demgegenüber stehen die Zahlen auf relativ gleichbleibendem Niveau in den Übernachtungsstellen.

Von Betroffenen wurde uns berichtet, dass die Anzahl der vorhandenen Schlafplätze nicht ausreichend ist. Besonders kritisiert wurde, dass die Übernachtungsräume auch im Winter bereits um sieben Uhr morgens verlassen werden müssten. Auch gäbe es in manchen Einrichtungen zu wenig Duschgelegenheiten. Die Betroffenen wünschen sich mehr Anlaufstellen, besonders im Wuppertaler Osten.

1. Wie viele Obdachlose/Wohnungslose gab es in Wuppertal in den Jahren 2015 und 2016?

2. Wie wurde auf den Trend der steigenden Zahlen der Obdach- und Wohnungslosen von Seiten der Stadt und der Träger reagiert? Ist die Anzahl der Unterkunftsmöglichkeiten ausreichend?

3. Personen unter 18 Jahren bitten in den Beratungs- und Anlaufstellen des Versorgungssystems der Wohnungslosenhilfe nur selten um Unterstützung. Werden die Jugendlichen durch die Streetworker angesprochen?  Wie viele Jugendliche befinden sich unter den obdach- und wohnungslosen Menschen?

4. Auf den Anschreiben des Jobcenters wird auf eine mögliche Obdachlosigkeit durch Sanktionen hingewiesen. Wie viele Menschen in Wuppertal sind aufgrund von Sanktionen nach SGB II obdachlos?

5. Wird das „Kältekonzept“ der verschiedenen Institutionen weiterentwickelt, bzw. an den Bedarf angepasst? Wie viele Einsätze gab es in den vergangenen Wintern, seit Einführung von Anrufen auf der Kältehotline?

6. Liegt mittlerweile eine Antwort auf unsere Frage 12 aus der Vorlage VO/077/16, Wie Viele Mitarbeiter*innen sind für die Betreuung der Obdach/Wohnungslosen zuständig?. Reicht die Anzahl der Mitarbeiter*innen aus, um die Arbeit zu erfüllen, vor?

7. Gibt es mittlerweile das sehr niederschwellige Angebot für schwer psychisch erkrankte wohnungslose Menschen?

8. Wie wird mit dem steigenden Bedarf für die Gruppe der jungen Erwachsenen umgegangen?

9. Wie stellt sich mittlerweile der Wohnungsmarkt für die Menschen mit multiplen Problemlagen dar?

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Ludger Pilgram

Mitglied im Ausschuss für Soziales, Familie und Gesundheit

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