Spatenstich am Leuchtturm

Am 30. Juni 2009 besucht Ministerpräsident Jürgen Rüttgers Wuppertal, um den 1. Spatenstich für den Umbau des Döppersberg vorzunehmen - derselbe Jürgen Rüttgers, der den Stadtteilprojekten das Wasser abgegraben hat, indem er der Stadt verbot, ihre Eigenmittel dafür einzusetzen.

Dass am Döppersberg vieles verbessert werden muss, ist unübersehbar und wird von niemandem bestritten. Das geplante Projekt jedoch ist nach Ansicht vieler BürgerInnen in der geplanten Form überflüssig. Die Verlagerung des Busbahnhofs neben den Hauptbahnhof ist so widersinnig wie der Bau neuer Geschäfte und Büroräume im Bahnhofsbereich. Bereits jetzt stehen in der Elberfelder Innenstadt reichlich Gewerbeflächen leer.

Die 35 Mio. Euro Eigenmittel der Stadt für den Umbau sollten anderweitig sinnvoller ausgegeben werden.

Trotz aller Bedenken wird am „Leuchtturmprojekt“ verbissen festgehalten, bereits sind Gelder in die Planung des Umbaus geflossen. Die Verwaltung und der Rat der Stadt kannten in der Vergangenheit keine Skrupel und verkauften Teile der Stadtwerke an RWE, um u. a. den Eigenanteil an den Regionale-2006-Projekten zu finanzieren, zu denen auch der geplante Döppersberg-Umbau gehörte.

Übrigens: Bei Redaktionsschluss (24. Mai. 2009) lag immer noch kein schriftlicher Bescheid über die Freigabe der Landesmittel vor. Wird Wuppertal mit einer Großbaustelle leben müssen, für deren Fertigstellung kein Geld mehr da ist?