in einem Werbefilm ihrer Marketingabteilung loben die Wuppertaler Stadtwerke sich selbst. Das ist ziemlich normal, und dafür sind Werbefilme ja auch da. Sicherlich gibt es auch einiges, worauf die Stadtwerke stolz sein und zu Recht auf sich aufmerksam machen können, ohne den Pfad der Tugend und der Wahrheitsliebe verlassen zu müssen.
Die WSW verkünden im Film, der Energiekonzern GdF Suez beteilige sich mit insgesamt 295 Mio. Euro an der WSW Energie & Wasser AG. Davon seien 145 Mio. Euro direkt gezahlt worden und 150 Mio. Euro in Form von Sacheinlagen. Das ist so nicht richtig, denn die Sacheinlagen stehen zunächst größtenteils, wie seinerzeit beim Reinfall mit RWE, nur auf dem Papier. Um sie überhaupt realisieren zu können, müssen die WSW zuerst einmal einen Kredit in Höhe von 221 Mio. Euro für den Erwerb von Anteilen an noch zu bauenden Kraftwerken aufnehmen, was der Film diskret verschweigt. Die 145 Mio. Euro dagegen werden benötigt, um den Kredit abzulösen, den die Stadtwerke für den Rückkauf der RWE-Anteile aufnehmen musste.
Die Einlage von GdF Suez besteht z. T. in einem 5%igen Anteil am geplanten Steinkohlekraftwerk Wilhelmshaven, das im übrigen keineswegs den Segen für die Umwelt darstellt, den das Werbefilmchen behauptet.
Mit der webcam vom Falkennest am Schornstein des Heizkraftwerkes Elberfeld machen die WSW sehr viel positiver auf sich aufmerksam als mit dem geschönten Eigenlob.