12. November 2010 Ratsfraktion DIE LINKE

Proteste zeigen Wirkung - Entscheidung über Schauspielhaus verschoben.

Schauspielhaus Wuppertal mit Protest-Transparenten

Bernhard Sander, kulturpolitischer Sprecher  der Fraktion DIE LINKE im Rat, begrüßt die Zurückstellung der Mittelkürzung für das Schauspielhaus als einen ersten Schritt. „Offenbar hat der starke Protest Wirkung gezeigt, so dass die CDU-SPD-Kooperation einen wichtigen Kernbereich des Haushaltssicherungskonzeptes zumindest verschoben haben.“

Allerdings wird mit der Zukunft des Schauspielhauses ein falsches Spiel getrieben: Brandschutztechnisch ist das Haus in einem nicht bespielbaren Zustand. Bevor also ein Nutzungskonzept erarbeitet werden kann, müsste das Gebäude entsprechend  renoviert werden, da sich anders die Substanz nicht erhalten lässt. Dazu sind öffentliche Gelder nötig, die von der Kommunalaufsicht  genehmigt werden müssen.

 „Wir unterstützen die Forderung an das Land, sich dauerhaft auf dem Finanzniveau anderer Bundesländer an der Pflichtaufgabe Kultur zu beteiligen“, so Bernhard Sander. „Wenn die Bezirksregierung sich gegen die Sanierung des Schauspielhauses entscheiden sollte, würde dies nur zeigen, wie sich die Stadtspitze mit CDU-SPD mit der Konzentration aller Mittel auf den Döppersberg-Umbau selbst in eine Zwangslage manövriert hat.