Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister ,
der Rat der Stadt möge beschließen:
Der Rat der Stadt Wuppertal fordert seine VertreterInnen im Aufsichtsrat der WSW Energie & Wasser auf, darauf hinzuwirken, dass die Wuppertaler Stadtwerke umgehend:
Begründung:
Auch in unserer Stadt haben über 1000 Menschen, zahlreiche Organisationen und Verbände unter dem Motto „Solidarität mit den Menschen in Japan- Abschalten jetzt“ den Ausstieg aus der Atomenergienutzung gefordert. Auch der größte Ignorant sollte nun begriffen haben, was „Restrisiko“ bedeutet. Wir begrüßen die Initiative von Greenpeace, die Ratsfraktionen in unserer Stadt aufzufordern, auf die städtischen Vertreter im Aufsichtsrat der WSW Energie & Wasser einzuwirken, eine Wende in der Energiepolitik einzuleiten. Die WSW Energie & Wasser ist mit über 90% Marktanteil der wichtigste Stromanbieter in unserer Stadt. Der WSW Strommix enthält 7 % Atomstrom. Wer es erst meint, aus der Atomenergie möglichst schnell auszusteigen, muss vor Ort alle Möglichkeiten prüfen, wie und in welchen Schritten möglichst bald aus dem Bezug und dem Vertrieb von Atomstrom ausgestiegen werden kann.
Die WSW setzen aber auch auf den Neubau eines klimaschädlichen Kohlekraftwerks, das durch einen Wirkungsgrad von 46 % über die Hälfte der Energie verschwendet. Das bedeutet eine Festlegung auf ineffektive fossile Energienutzung für Jahrzehnte und behindert den Umstieg auf erneuerbare Energien.
Die bereits vorhandenen Möglichkeiten der energieeffizienten Stromerzeugung wie durch Kraftwärmekopplung (wie im Gas-und Dampfturbinenkraftwerk in Barmen) müssen ausgebaut werden, solange noch nicht auf fossile Energieträger verzichtet werden kann. Das Ziel aber muss ein 100% Einsatz von erneuerbaren Energien sein und dies bis spätestens 2050.
Mit freundlichen Grüßen
Elisabeth August Gerd-Peter Zielezinski
Fraktionsvorsitzende Fraktionsvorsitzender